Industrielle Schadstoffe bei der Herstellung von Verbundwerkstoffen

Verbundwerkstoffe werden heute in vielen Industriezweigen in großem Umfang eingesetzt. Ihre einzigartige Kombination aus Leichtigkeit, Steifigkeit und mechanischer Festigkeit macht sie zu bevorzugten Materialien für die Herstellung technischer Strukturen.

Man findet sie insbesondere in folgenden Bereichen:

  • Luft- und Raumfahrt
  • Automobilindustrie
  • Schifffahrt
  • Windenergie
  • Kunststofftechnik
  • Sportausrüstung

Ein Verbundwerkstoff besteht aus zwei Hauptelementen:

  • einer Polymermatrix, in der Regel ein Polyester-, Vinylester- oder Epoxidharz
  • einer Faserverstärkung, meist Glasfaser oder Kohlenstofffaser

Die Verarbeitung dieser Materialien umfasst jedoch mehrere industrielle Prozesse, die Luftschadstoffe und Industriestäube erzeugen können.

Sehen Sie sich unsere Fallstudie über die Emission chemischer Dämpfe und VOC aus Epoxidharzen und Härtern (Aminen) an und erfahren Sie, wie unsere Punktabsaugsysteme ePURBOX und CLEARBOX diese Problematik gelöst haben.

Herstellungsverfahren für Verbundwerkstoffe

Die Herstellung von Verbundbauteilen basiert auf verschiedenen Verarbeitungsverfahren.

Die in der Industrie am weitesten verbreiteten sind:

  • Handlaminieren
  • Faserspritzen
  • Vakuum-Infusion (siehe Fallstudie)
  • Pressformen
  • Polymerisation im Ofen
  • mechanische Bearbeitung
  • Schleifen und Finish

Diese Verfahren ermöglichen es, die Fasern mit einem Harz zu imprägnieren und das Ganze anschließend zu polymerisieren, um ein starres Bauteil zu erhalten.

Diese Vorgänge können jedoch verschiedene Arten von Schadstoffemissionen verursachen.

Die wichtigsten Schadstoffe in Verbundwerkstoff-Werkstätten

In Werkstätten zur Herstellung von Verbundwerkstoffen können verschiedene Arten von Schadstoffen auftreten.

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Polyester- und Vinylesterharze enthalten häufig Styrol, ein reaktives Monomer, das während der Herstellung in die Luft verdampfen kann.

Ebenfalls anzutreffen sind:

  • Industrielösungsmittel
  • Harzdämpfe
  • Emissionen von Katalysatoren oder Härtern

Diese Substanzen gehören zur Familie der flüchtigen organischen Verbindungen (VOC).

Siehe Anwendungsfall, der das Risiko im Zusammenhang mit flüchtigen organischen Verbindungen und Styrol detailliert beschreibt

Verbundwerkstoffstäube

Bearbeitungs- und Finishing-Vorgänge erzeugen Stäube, die sich zusammensetzen aus:

  • Glasfasern
  • Kohlenstofffasern
  • Partikeln aus polymerisiertem Harz

Diese Stäube können sehr fein sein und in der Luft schweben bleiben.

Siehe Anwendungsfall mit den bestehenden Lösungen für die Gefahren durch Verbundwerkstoffstäube und Kohlenstofffasern.

Industrielle Rauche und Nebel

Bestimmte Vorgänge können ebenfalls Folgendes erzeugen:

  • Polymerisationsrauche
  • Gelcoat-Sprühnebel
  • chemische Dämpfe

Diese Emissionen können die Luftqualität in den Werkstätten verschlechtern.

Gesundheitsrisiken in der Verbundwerkstoffindustrie

Die Exposition gegenüber Schadstoffen, die bei der Herstellung von Verbundwerkstoffen entstehen, kann verschiedene Auswirkungen auf die Gesundheit der Bediener haben.

Gemäß den Präventionsempfehlungen der INRS können Stäube und chemische Substanzen, die in bestimmten industriellen Prozessen vorkommen, Folgendes verursachen:

  • Atemwegsreizungen
  • Hautreizungen
  • Augenreizungen
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • allergische Sensibilisierungen

Feinstäube aus der Bearbeitung können zudem eingeatmet werden und in die Atemwege gelangen.

Die Prävention dieser Risiken stellt eine wichtige Herausforderung in Verbundwerkstoff-Werkstätten dar.

Substanz / AgensEinstufung (CMR)AGW (indikativ)HauptrisikenAnmerkungen
StyrolCMR Kat. 2 (Verdacht auf krebserzeugende Wirkung) 20 ppm (≈ 86 mg/m³) – 8hNeurologische Effekte, Reizung, KrebsverdachtSehr verbreitet in Polyesterharzen
GlasfaserstäubeNicht als CMR eingestuft1 Faser/cm³ (Richtwert)Reizungen von Haut, Augen und AtemwegenAbhängig von Durchmesser und Biopersistenz
KohlenstofffasernNicht als CMR eingestuftKein spezifischer AGW (Ref. Staub: 3 mg/m³ alveolengängig)Atemwegsrisiken (Feinstaub)Leitfähig, können auch elektrische Risiken bergen
EpoxidharzeNicht CMR (im Allgemeinen), aber sensibilisierendVariabel je nach KomponentenHautallergien, berufsbedingtes AsthmaHohes Risiko bei wiederholtem Kontakt
Amine (Epoxidhärter)Einige CMR je nach SubstanzVariabelReizungen, Toxizität, SensibilisierungSicherheitsdatenblatt Produkt für Produkt prüfen
Lösungsmittel (Aceton usw.)Nicht CMR (variabel je nach Lösungsmittel)Z. B. Aceton 500 ppmNeurologische Effekte, ReizungHängt stark von den verwendeten Produkten ab
VerbundwerkstoffstäubeInsgesamt nicht eingestuft3 mg/m³ (alveolengängige Fraktion)Mischung aus Fasern + Harzen → Auswirkungen auf die AtemwegeRisiko in der Werkstatt unterschätzt

Weitere Fallstudie: Glasfaserstaub beim Schneiden von Verbundwerkstoffen.

Warum Verbundwerkstoff-Schadstoffe absaugen?

Die Erfassung und Behandlung industrieller Schadstoffe ermöglicht es:

  • die Bediener zu schützen
  • die Luftqualität in den Werkstätten zu verbessern
  • die Ausbreitung von Staub zu begrenzen
  • industrielle Gerüche zu reduzieren
  • gesetzliche Anforderungen einzuhalten

Die Punktabsaugung an der Quelle stellt eine der effektivsten Methoden zur Begrenzung der Exposition dar.

OberA-Lösungen für die Erfassung von Verbundwerkstoff-Schadstoffen

OberA entwickelt industrielle Lösungen, die auf Produktionsumgebungen für Verbundwerkstoffe zugeschnitten sind.

Diese Systeme ermöglichen insbesondere:

Diese Technologien tragen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der industriellen Luftqualität bei.

Thomas Stanislas

À propos de l'auteur : Thomas Stanislas

Thomas Stanislas est Responsable Marketing chez OberA, où il met à profit son expérience de 10 ans dans le domaine des affaires. Ingénieur d'affaires de formation, il apporte son expertise pour développer des stratégies innovantes et accompagner l’entreprise dans sa croissance. Passionné par les nouvelles technologies et les solutions durables, Thomas s'engage à faire évoluer la communication et le positionnement de la marque OberA sur le marché des solutions de purification et de rafraîchissement d'air.

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